Fastenzeit – drei Wochen für ein simples Leben


Gleich eingangs möchte ich mich für deinen Kommentar, lieber Mr. Minimalist, bedanken. Ich habe deinen Blog mit diesem hier verlinkt und ich kann meinen LeserInnen hier nur empfehlen, sich diesen Blog von Sebastian anzusehen. Dort gibt es nämlich noch so viele andere Links zu tollen Menschen zu finden, die sich ebenfalls downsizen ;-)

Da ich vergangene Woche mein Haus verkauft habe, ich in dieser Woche mit den Formalitäten dazu beschäftigt war und diesen “Schock” nun verdauen konnte, stehen die nächsten Schritte für mich an. Dazu habe ich treffend etwas gefunden – Sebastian sei Dank, es war einer deiner Links!

  • Cleaning out your closets –> leads to utilizing a smaller wardrobe more effectively
  • Using a smaller wardrobe more effectively –> leads to making fewer purchases
  • Making fewer purchases –> leads to saving more of your money
  • Saving more of your money –> leads to getting out of debt
  • Getting out of debt –> leads to less financial stress
  • Less financial stress –> leads to greater personal freedom
  • Greater personal freedom –> leads to more time to pursue your dreams
  • Time to pursue your dreams –> leads to increased happiness and personal fulfillment.

Diese Aussagen kann ich nur bestätigen. So und heute starte ich eine dreiwöchige Fastenkur, die mich zu meinem simplen Leben wieder einen Schritt näher bringen soll. Ach ja, da möchte ich noch definieren, was ich unter einem simplen Leben verstehe – fällt mir grad auf, dass es höchste Zeit dazu ist, euch darüber aufzuklären. Simple ist es für mich geworden, wenn ich meine gesamten Lebensumstände auf meine ureigene Lebensaufgabe abgestimmt habe. Dazu gehört auch, dass ein Kredit, das hirnlose Konsumieren und Ablenken vom Jetzt durch TV, Medien etc. ganz sicher nicht zu meiner Lebensaufgabe gehören. Im Gegenteil. Was benötige ich wirklich? Sieht mein Weg es vor, sich jeden Samstag Nachmittag seichte TV-Serien anzusehen oder stundenlang auf facebook Farmville zu spielen? Da gehe ich mit Sebastian völlig konform, dass Facebook mir meine Lebenszeit stielt. Vielmehr will ich meine Zeit fürs Schreiben, Fotografieren und Zeichnen nützen, für gute Gespräche, für Reisen und dem Treffen von interessanten Menschen um deren Sichtweisen kennen zu lernen.

Und schon bin ich bei meiner Lebensaufgabe, die ich am besten mit “Schauen und Schreiben” zusammenfassen kann. Zu einem solchen Leben passt kein dickes Auto, ein klassischer traditioneller Wohnstil gehört auch nicht dazu, weil ich mit meiner Aufgabe mobil bleiben möchte. … ihr seht, solche Überlegungen sind existenziell. Sie fordern das ganze Sein und du musst Entscheidungen treffen. Es gibt kein beides Habenwollen, sich zu einem minimalistischen Lebensstil zu bringen und all die Annehmlichkeiten der Wohlstandsgesellschaft mitzuziehen. Nein, das geht nicht. Du musst Farbe bekennen, wer du wirklich bist. Was dein SEIN ausmacht. Und deine Ressourcen kennen, die du aktuell zur Verfügung hast.

Also, Abschied nehmen von der Soll-Haltung hin zu einer Muss-Haltung. Und dann diese Muss-Liste abarbeiten – Sich zu verändern bedeutet auch Haltungen und Einstellungen aufzugeben. Das ist vielleicht der schwierigste Schritt dabei, denn Haltungen hat man verinnerlicht. Die sind wie eingebrannt in jede Zelle. Um diese zu verändern muss man täglich an den neuen Verhaltensweisen und Haltungen arbeiten. Und man muss sich ehrlich mit sich selbst auseinander setzen. Wer man wirklich  wirklich ist! Wie es Frithjof Bergmann so schön sagt ;-)

Heute aktualisiere ich meine Muss-Liste. Es darf jetzt Neues kommen, und dafür bereitet man den Boden mit Entrümpeln und Loslassen auf. Und immer bitte das Schenken im Auge behalten. Das Leben bereichert sich durch Geben und zwar bedingungsloses Geben – was manchen in unserem familiären Umfeld schwer fällt, wegen der alten Verhaltensmuster und Erwartungshaltungen; ihr wisst, was ich meine?

Und wer meint, dieses Downsizing ginge nur als ungebundener Single-Mensch, dem sei hier der Blog von Josh Becker vielleicht eine Hilfe.

Happy Simple Life! Und ein schönes Wochenende wünsche ich euch Allen!

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2 Gedanken zu “Fastenzeit – drei Wochen für ein simples Leben

  1. Vielen lieben Dank zurück!

    Ich bin positiv geschockt! Und gespannt.
    Eine sehr mutige Entscheidung von dir, dein Haus zu verkaufen!
    Gratulation dazu von mir.
    Finde ich toll. Ich hoffe du erkennst relativ schnell, dass es die für dich als Person weiseste Entscheidung war.

    Zum Thema “nicht mehr von Medien ablenken lassen”:
    Schau dir doch einfach mal meinen Artikel zum Thema “Medien-Diät” (http://bit.ly/dTDEdD) an. Wenn du magst, kannst du auch gerne deine Erfahrungen als Kommentar darunter notieren. Ich würde mich freuen.

    Liebe Grüße!

    • danke auch für deine Rückmeldung, Sebastian. Ja das Haus war ein Ergebnis eines Lebensstils aus meinem alten Leben. Mein Anwalt fragte mich gestern, wie es mir jetzt geht. Und ich sagte, dass es jeden Tag leichter und besser geht! Ich glaube, er kann das noch nicht so richtig nachvollziehen. Ist selbst noch in der Tretmühle.

      Meine nächste Herausforderung ist, meine Habseligkeiten auf das zu reduzieren, was zu meinem Weg gehört. Logisch also, dass in meinem Leben als Journalistin auch Bücher dazugehören und mein technisches Equipment. Es bleiben schon einige Dinge übrig. Aber es handelt sich ja um meinen individuellen Weg und wir können im Minimalismus nicht davon ausgehen, dass jeder nur mehr 80 Teile besitzen darf/soll. Deswegen gehen wir ja unsere eigenen Leben, folgen unseren Lebensaufgaben, die vielfältiger Art sind.
      Und weil ich mobiler werden möchte, muss ich meinen Wohnstil danach abstimmen – also dort wohnen, wo ich meine Sachen einstellen kann. Für mich wäre eine Art Atelier ideal, mit ein wenig Anschluss an andere Menschen; Von langjährigen Mietverträgen halte ich nichts mehr, auch nichts mehr von Besitz. Und noch weniger was von Krediten. Ziel: bis 2012 völlig schuldenfrei. Und dann nur das erwerben, was ich wirklcih benötige. Unser einziger Besitz ist dieses Leben, das aber auch ein biologisches Ende hat. Das verstehen so wenige Menschen, dass alles Zyklen unterworfen ist. Alles ist ein Kommen und Gehen. Und deswegen ging jetzt mein Haus, so wie es einst gekommen war. Und zuvor ging etwas anderes von mir, damit das Haus kommen konnte. Also weshalb sich aufregen? Wenn eine Tür zugeht, geht eine andere Tür auf. Nur die Ruhe bewahren, sage ich immer… ;-) Abwarten und Tee trinken! Übrigens ein weiser Spruch, weil man, wenn man nicht weiß, wie es weiter geht, durch das Abwarten und mal nichts Tun besser dem Leben zusehen kann, was es für einen bereit hält. Es ist nur unser System, das uns bei Blockaden noch schneller laufen lässt. Dabei müssten wir nur das Gegenteil tun, nämlich Energie raus und mal zusehen, was kommen möchte.

      Aktuell wird mein Kleiderschrank ausgemistet und ich stelle auf jene Stücke um, die zu mir passen und nicht die da sind, weil die Gesellschaft diesen Stil von mir will. Es muss mir möglich sein, dass ich bei meinen Einsätzen mit maximal 50 persönlichen Sachen auskomme; inklusive Kamera und Laptop…

      also, wir sehen uns auf deinem/meinem Blog und alles Gute dir auf deinem Weg!
      Halt uns auf dem Laufenden!

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